Renate Künast zum Flughafen Berlin-Brandenburg BER
Der verschlampte Eröffnungstermin für den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist nur der letzte Akt einer Reihe von skandalösen Fehlentscheidungen und Verschleierungen im Fall BER. Politisch verantwortlich sind auch die Bundesregierung und das Land Brandenburg als Anteilseigner, in aller erster Linie aber der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Wowereit. Jahrelange Täuschung der Öffentlichkeit Wie man inzwischen weiß, wussten die Planungsbehörden schon 1998, dass bei einem unabhängigen Parallelbetrieb nicht auf den geplanten Geradeaus-Flugrouten (parallel ohne 15-Grad-Knick) geflogen werden kann. Was ein unabhängiger Parallelbetrieb für die Streuung des Fluglärmes über weite Gebiete der Berliner Südbezirke bedeuten würde, haben sie lieber verschwiegen. Die Betroffenen wurden offensichtlich jahrelang von den Planungsbehörden und den Flughafenbetreibern über die wirklichen Fluglärmbelastungen getäuscht. Politischer Eröffnungstermin Nun ist Medienberichten zu entnehmen, dass die Berliner Flughafengesellschaft bereits im Jahr 2010 darüber informiert war, dass der Eröffnungstermin im Juni 2012 auf Grund von Baumängeln nicht einzuhalten sei. Schon damals wurden erhebliche Problem bei der Bautätigkeit sowie Qualitätsprobleme beim Brandschutz festgestellt. Die Flughafengesellschaft rechnete daher schon zu diesem Zeitpunkt mit massiven Schadenersatzansprüchen. Die Öffentlichkeit wurde nicht informiert, stattdessen hielt man am politischen Eröffnungstermin 3. Juni 2012 fest. Selbst im ...
RIO 20+ - Zukunft geht nur grün! Nachhaltigkeit -- wie weiter?
Bei Minute 2:40 gehts erst los - also bitte vorspulen: Beim Erdgipfel in Rio 1992, der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung, haben sich die Vertragsstaaten erstmals zu einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise bekannt. In der Präambel der damals verabschiedeten AGENDA 21 heißt es: "Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine Festschreibung der Ungleichheiten zwischen und innerhalb von Nationen, eine Verschlimmerung von Armut, Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie die fortgesetzte Zerstörung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Eine Integration von Umwelt- und Entwicklungsbelangen und die verstärkte Hinwendung auf diese wird indessen eine Deckung der Grundbedürfnisse, höhere Lebensstandards für alle, besser geschützte und bewirtschaftete Ökosysteme und eine sicherere Zukunft in größerem Wohlstand zur Folge haben. Keine Nation vermag dies allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft im Dienste der nachhaltigen Entwicklung." Mit der AGENDA 21 wurde der notwendige Stein ins Rollen gebracht. So wurden auf politischer Ebene Institutionen gegründet und Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt. In Deutschland legte die rot-grüne Bundesregierung 2002 erstmals die nationale Nachhaltigkeitsstrategie Perspektiven für Deutschland vor. Auf zivilgesellschaftlicher Ebene sind zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen entstanden. Unternehmen begannen in Nachhaltigkeitsberichten ...