Redebeitrag von Dr. Michael Paul (CDU/CSU), 159. Sitzung vom 10.02.2012
TOP 21 Atommülllager Asse 159. Sitzung vom 10.02.2012 | Dauer: 00:09:09 Herausforderungen für Sanierung des nuklearen Endlagers ASSE In den 1960er und 1970er Jahren hat der Bund über 120.000 Fässer radioaktiver Abfälle in das ehemalige Salzbergwerk ASSE (Niedersachsen) eingelagert. Insbesondere wurden Forschungen durchgeführt, ob Salz das geeignete Gestein ist, in dem diese Art von Abfällen gelagert werden kann. Seit einigen Jahren zeigt sich, dass in das Bergwerk Wasser eindringt, so dass der langfristige Schutz vor den giftigen Abfällen nicht gegeben ist. Über die Frage, wie weiter zu verfahren ist, hat der Deutsche Bundestag am Freitag diskutiert. Ich habe in meiner Rede dazu vor Allem auf die Herausforderungen hingewiesen, die es gibt, wenn die Abfälle nach Jahrzehnten wieder an die Oberfläche geholt werden sollen. So muss ein neuer Grubenschacht gebaut werden. Das dauert ca. 10 Jahre. Da die Abfälle mittlerweile mit dem Salz „verwachsen" sind, ist ihr Volumen enorm: Schätzungen gehen von bis zu 275.000 cbm aus, das ist so viel radioaktiver Abfall wie er beim Rückbau aller Kernkraftwerke in Deutschland entsteht. Deshalb dauert die Rückholung mehrere Jahrzehnte! Auch wird für die Neuverpackung und Zwischenlagerung ca. 25 ha Fläche in der Nähe benötigt und ein Endlager für diese Menge Abfälle steht nicht zur Verfügung. Das genehmigte Endlager Konrad bei Salzgitter ist nur für 303.000 cbm genehmigt, also für die Abfälle aus dem Kraftwerksrückbau. Außerdem habe ich ...