Zum Lern-Atlas der Bertelsmann-Stiftung:
Dass Sachsen-Anhalt, vor allem im Punkt Soziales Lernen, so schlecht abgeschnitten hat, verwundert mich nicht so sehr.
Für das soziale Lernen brauchen die Schüler Vorbilder und da liegt das große Problem:
Um Schülern soziales Lernen beizubringen, benötigen die Lehrer auch entsprechende Kompetenzen, die durch Fortbildungsangebote realisiert werden müssen. Dann können Lehrer dies auch an ihre Schüler weitergeben. Den Lehrkräften selbst müssen Möglichkeiten eingeräumt werden, soziales Lernen zu erproben. Und da gibt es in Sachsen-Anhalt noch viel zu tun. Als zukünftige Schlüsselkompetenz muss das soziale Lernen in das Handlungsfeld der Lehrerfortbildungen aufgenommen werden. Tun wir dies nicht, so bleibt Sachsen-Anhalt in diesem Bereich meiner Meinung nach auch weiterhin auf der Strecke.
http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/668699_Platz-zwoelf-fuer-Sachsen-Anhalt.html
FREIE WÄHLER: Bericht zur Nuklearsicherheit französischer Atommeiler hat auch Auswirkungen auf Bayern
Umweltminister Huber muss in Atompolitik politischen Neuanfang vollziehen
Vor dem Hintergrund des am Donnerstag bekanntgewordenen Berichts zur Nuklearsicherheit französischer Atomkraftwerke hat die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion den neuen bayerischen Umweltminister Marcel Huber zu einem politischen Neuanfang aufgefordert. Der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, sagte, Huber solle „in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung schnellstmöglich Kontakt zu den Umweltministern und Regierungen der Nachbarländer - besonders Tschechien, Österreich, Schweiz und Frankreich – aufnehmen. Atomare Strahlung macht nicht an Grenzen halt. Die Staatsregierung muss sich daher dafür einsetzen, dass die gewaltigen Risiken der Atomenergie nicht länger nationale Angelegenheit bleiben, sondern auf europäischer Ebene geklärt werden.“
Als Beispiel für eine drohende Gefahr aus Frankreich nannte Aiwanger die Trinkwasserversorgung in Süddeutschland: „Wenn wegen eines Störfalls in einem französischen Atomkraftwerk kontaminiertes Wasser in den Bodensee gespült wird, dann sind Millionen Menschen in Süddeutschland innerhalb kürzester Zeit von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten.“ Es sei ein schwerer politischer Fehler der Staatsregierung gewesen, die begründeten Sorgen des Nachbarn Österreich in Bezug auf den unsicheren Reaktor im Atomkraftwerk Isar 1 bei Landshut immer wieder so schroff zurückzuweisen, so Aiwanger weiter. „Stets haben hier CSU-Minister auf internationalem Parkett Porzellan und Glaubwürdigkeit zerschlagen. Dieses unsensible Vorgehen gegen Österreich fällt uns jetzt bei unserer Mitwirkungsmöglichkeit in Bezug auf das unsichere AKW Temelin in Tschechien selbst auf die Füße. Um Schaden von Deutschland und Bayern abzuwenden, ist es daher dringend erforderlich, in Atomfragen künftig einen Konsens mit anderen Staaten zu suchen.“
Aiwanger forderte in diesem Zusammenhang konkrete Schritte zum glaubwürdigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wenn die Staatsregierung weiterhin so untätig bleibe wie derzeit, könnten die Atomkraftwerke im Freistaat in zehn Jahren definitiv nicht abgeschaltet werden. Erhebliche Gefahren gingen auch von den atomaren Zwischenlagern in Bayern aus, da sie gegen viele Gefahren nicht gesichert seien.
"Die klassische Kernwählerschaft gibt es immer weniger. Auch im Osten reicht es nicht, nur zu sagen, wir sind die Guten. Es muss klar sein, was es konkret nutzt, uns zu wählen. Die Ergebnisse zeigen, dass wir – auch in unseren Hochburgen – die Jüngeren nicht erreicht haben. Als Linke müssen wir uns ein wenig neu erfinden, lebendiger und offener sein. Viele der Debatten in unserer Partei sind noch immer Selbstbeschäftigung, manche Methode von vorgestern. Die Lebenswelten sind heute bunter."
Berlin hat gewählt und die CDU hat ordentlich abgeschnitten. Wowereit muss jetzt sehen, ob er eine stabile Koaltion mit der CDU will oder eine knappe Mehrheit mit den Grünen. Das FDP- Ergebnis ist desaströs. Die müssen sich ganz neu finden. Damit hat die Wahl auch Einfluß auf die Bundespolitik. Sollte sich die FDP Europa verweigern, schließe ich nichts mehr aus.
Der Wahlabend neigt sich dem Ende entgegen. Danke an alle, die mitgemacht haben, auch an Euch alle, die uns hier unterstützt haben und /oder kontrovers diskutiert haben. Ohne Euer Feedback und Eure Beiträge wäre das hier sinnlos gewesen.
Ab morgen werden wir die Wahl anaysieren, auf uns selbst und auch über den Berliner (Partei-)Rand hinausschauen. Ihr seid dazu eingeladen!
Wir haben 1,7% verloren. Das ist kein schönes Ergebnis. Ein Abrutschen ist es auch nicht. Es werden jedenfalls einige Gründe eine Rolle gespielt haben, dass wir nicht besser abgeschnitten haben. Also: ab morgen genaue und differenzierte Analyse, daraus Konsequenzen ziehen und eine starke Oppositionspolitik machen.
Danke nochmal ...und hier geht es natürlich weiter, mit einer niedrigeren Taktfrequenz (nicht zu schaffen sonst), aber das social web ist kein Wahlkampf-Spaß. Das nehmen wir ernst!
Aktueller Stand OnlineVoting im TSP zur Elefantenrunde beim RBB Wer hat am besten abgeschnitten?
Klaus Wowereit (SPD)[132 Stimmen] 11%
Frank Henkel (CDU)[407 Stimmen] 35%
Renate Künast (Grüne)[68 Stimmen] 6%
Harald Wolf (Linke)[178 Stimmen] 15%
Christoph Meyer (FDP)[386 Stimmen] 33%
Gesamt: 1171 Stimmen