Debatte über Bremer Haushalt 2012/2013
Die Bremische Bürgerschaft berät zur Stunde über die Haushalte für die Jahre 2012 und 2013. In ihrer Rede griff die finanzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Gabi Piontkowski, die Koalition scharf an. „Dieser Haushalt ist und bleibt ein einziger ungedeckter Scheck", sagte sie. Im laufenden Jahr will Rot-Grün 4,4 Milliarden Euro ausgeben, im darauffolgenden 4,5 Milliarden Euro. Die CDU wirft Rot-Grün vor, bei der Gegenfinanzierung einseitig auf sprudelnde Steuereinnahmen zu setzen, die niemand garantieren könne. Außerdem setzt die Koalition bei den Ausgaben falsche Schwerpunkte. So gibt sie beispielsweise über eine Million Euro für den Abbau von Sitzplätzen im Stadttheater aus, statt das Geld in die Senkung der Neuverschuldung oder Sofortmaßnahmen für eine bessere Kindertagesbetreuung zu stecken.
Erlanson_Hospizplaetze_20120321
Die Anzahl der im Land Bremen vorhandenen Palliativ- und Hospizplätze entspricht nicht dem tatsächlichen Bedarf. So gibt es in Bremen-Nord und in Bremerhaven beispielsweise überhaupt kein entsprechendes Angebot. Gerade Menschen an ihrem Lebensende brauchen besondere Fürsorge und die Solidarität der Gesellschaft. Eine qualifizierte hochwertige, in der Fläche ausreichende, ambulante und stationäre Versorgung von Menschen in dieser besonderen Lebenslage muss deshalb durch einen umfassenden Plan abgesichert werden. Die Bürgerschaft sollte den Senat auffordern, dem Parlament bis zum 1. Dezember 2012 ein Konzept für die Weiterentwicklung der ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizversorgung im Land Bremen zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. Peter Erlanson befürwortete den Antrag grundsätzlich. „Ich frage mich aber, wie sie sich die praktische Umsetzung und die Finanzierung vorstellen, liebe Regierungskoalitionäre. „Diese Frage drängt sich mir besonders vor dem Hintergrund auf, dass sich die Sozialsenatorin bei der Finanzierung von Investitionskosten für Hospize bisher auffällig zurück hält."
Interview zum Internationalen Frauentag
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März erklärt die Vorsitzende der baden-württembergischen Grünen, Thekla Walker: „Wir wollen die Hälfte der Macht für Frauen und Männer. Das bedeutet: Mehr Frauen in Vorstandsetagen, in Parlamenten und in Wissenschaft und Forschung! Trotz beispielsweise einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Wirtschaft ist es in den letzten zehn Jahren nicht gelungen, den Anteil von Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen signifikant zu erhöhen. Wir Grünen sind deshalb der Meinung, dass es nun endlich an der Zeit ist, gesetzlich geregelte Quoten einzuführen." „Die Fakten sprechen für sich: Die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft ist gescheitert. Wir brauchen für Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführungen von börsennotierten Unternehmen eine verbindliche Mindestquote. Nur so wird garantiert, dass mehr Frauen in Spitzenpositionen in der Wirtschaft gelangen", betont die frauenpolitische Sprecherin der Grünen Baden-Württemberg, Ulrike Baumgärtner.
Rupp_Stromerzeugung_20120222
Die Abgeordneten diskutierten die Antwort des Senats auf die große Anfrage bezüglich der Stromerzeugung. In der Stadt Bremen besteht ein erhebliches technisches Potenzial für dessen ökologische Modernisierung. Die Stromerzeugung aus Kohle stellt in Bremen neben der Stahlerzeugung die maßgebliche Quelle der CO2-Emissionen dar. In der Stadt Bremen werden an drei Standorten Kohlekraftwerke betrieben, die im Zeitraum von 1968 bis 1989 in Betrieb genommen worden sind. Für Klaus-Rainer Rupp geht es im kleinsten Bundesland nicht schnell genug voran mit der ökologischen Erneuerung der Stromerzeugung. „Dies ist kein technisches Problem mehr, wie man bei der Windenergie und Photovoltaik beispielsweise sieht. Es wird leider immer noch Wirtschaftlichkeit den Umweltinteressen gegenübergestellt. Und wenn es sich nicht rechnet, wird nichts gemacht." Der Abgeordnete forderte zudem, dass im Bereich Stromsparen noch mehr getan werden müsste.
Rupp_AtontransporteHafengesetz_20120125
Es wird weniger Atomtransporte über Bremisches Gebiet geben. Nicht viel weniger, aber immerhin. Künftig wird der Umschlag von Kernbrennstoffen über die Bremischen Häfen untersagt sein. Von diesem Verbot ausgenommen sind jedoch weiterhin alle anderen sonstigen radioaktiven Produkte, wie beispielsweise Uranhexafluorid. Die Transporte dieser radioaktiven Fracht bilden die Mehrzahl aller Beförderungen über bremisches Gebiet. Daher reichte DIE LINKE einen Änderungsantrag ein, um auch diese Transporte zu untersagen, der jedoch nicht angenommen wurde. Klaus-Rainer Rupp kündigte deshalb in der Debatte an, an diesem Ziel festzuhalten, möglicherweise auch mittels eines Volksbegehrens. Der Abgeordnete sprach sich ferner dafür aus, den Hafentransport auch für andere Güter einzuschränken: „Wir können nicht stolz sein auf einen Hafen, über den auch Rüstungsgüter in alle Welt verschifft werden."
Rupp_AussetzungAtontransportHafengesetz_20120125
Es wird weniger Atomtransporte über Bremisches Gebiet geben. Nicht viel weniger, aber immerhin. Künftig wird der Umschlag von Kernbrennstoffen über die Bremischen Häfen untersagt sein. Von diesem Verbot ausgenommen sind jedoch weiterhin alle anderen sonstigen radioaktiven Produkte, wie beispielsweise Uranhexafluorid. Die Transporte dieser radioaktiven Fracht bilden die Mehrzahl aller Beförderungen über bremisches Gebiet. Daher reichte DIE LINKE einen Änderungsantrag ein, um auch diese Transporte zu untersagen, der jedoch nicht angenommen wurde. Klaus-Rainer Rupp kündigte deshalb in der Debatte an, an diesem Ziel festzuhalten, möglicherweise auch mittels eines Volksbegehrens. Der Abgeordnete sprach sich ferner dafür aus, den Hafentransport auch für andere Güter einzuschränken: „Wir können nicht stolz sein auf einen Hafen, über den auch Rüstungsgüter in alle Welt verschifft werden."
Konstantin von Notz bringt unseren Antrag "Datenschutz in den sozialen Netzwerken" ein
Datenschutz und Verbraucherschutz online stärken Für Millionen von Bundesbürgerinnen und -bürgern ist der Austausch über die großen Internetplattformen der sozialen Netzwerke bereits Alltag, Tendenz steigend. Sie freuen sich über die größtenteils kostenlosen Möglichkeiten zur Kommunikation, Vernetzung und Selbstpräsentation. Im Gegenzug erfassen und analysieren viele Anbieter soweit als möglich die bei ihnen stattfindenden Vorgänge. Sie erstellen Kundenprofile der Mitglieder und schalten auf der Grundlage ihres Wissens passgenaue Werbung für Drittunternehmen. Was darüber hinaus mit den Daten passiert, bleibt in der Regel unklar. Mit persönlichen Daten bezahlen? Auf diese Art und Weise wird die Nutzung zumeist nicht mit Geld, sondern mit persönlichen Daten und der Auswertung individuellen Nutzungsverhaltens "bezahlt". Gleichzeitig werden laufend neue Funktionen angeboten, beispielsweise Lokalisierungsdienste, die automatisierte Gesichtserkennung oder das Hochladen von Adressbüchern, mit denen weitere Daten und Informationen auch von Dritten erfasst werden, die bislang überhaupt nichts mit dem jeweiligen Anbieter zu tun haben. Hinzu kommt die verstärkte Nutzung durch Personalverantwortliche von Unternehmen, die soziale Netzwerke zur Recherche über Beschäftigte und Bewerber nutzen, auch Sicherheitsbehörden zeigen zunehmend Interesse. Informationelle Selbstbestimmung -- das A und O sozialer Netzwerke Mit dem Grundrecht der Bürgerinnen und Bürger, "grundsätzlich selbst ...