Bernhard_Staedtebaufoerderung_20120126
Bernhard_Fraktionsfinanzierung_20120126
Bernhard_AufstockerInnen_20120125
Arm trotz Arbeit ist ein Skandal. Und dieser Skandal kommt nicht nur den Betroffenen, sondern auch dem Staat teuer zu stehen. Jeder dritte Euro im Rahmen des SGB II wird für die Aufstockung von Niedrigeinkommen verwendet. 18.749 Menschen haben 2011 in Bremen (Land) aufstockende Hartz IV-Leistungen erhalten, weil sie so wenig verdienten und ihr Gehalt nicht zum Leben reicht. Oder anders ausgedrückt: Jede vierte Bremer Hartz IV-Empfänger In (28 Prozent) ist inzwischen AufstockerIn. Das ist das ernüchternden Resultat einer Senatsantwort auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zum oben genannten Thema. Bei diesen erschreckenden Zahlen wird jedoch nur die Spitze des Eisbergs sichtbar. Denn längst nicht alle GeringverdienerInnen in Bremen stocken auf, obwohl sie Anspruch auf staatliche Hilfen hätten. DIE LINKE geht im Bundesland Bremen von insgesamt rund 40.000 Menschen aus, die ein Recht auf aufstockendes Hartz IV haben. Da verwundert es nicht, wenn in Bremen jedes dritte Kind unter Armutsbedingungen aufwächst. Claudia Bernhard, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, appelliert deshalb an die Verantwortlichen, diese Zahlen aus dem eigenen Haus ernst zu nehmen und sich der Forderung der LINKEN nach der Einführung eines gesetzlichen Landesmindestlohns von 10 Euro anzuschließen. „Die bisher anvisierten 8,50 Euro pro Stunde, die die rot-grüne Koalition demnächst in einem Landesmindestlohngesetz festschreiben will, reichen jedenfalls nicht. Weder um das Problem ...