Vogt_WohnraumFluechtlinge_20120424
Die Stadtbürgerschaft sollte den Senat auffordern, eine Steuerungsgruppe einzusetzen, die ein Konzept zur Neuorganisation der Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen statt in Gemeinschaftsunterkünften mit dem Ziel entwickelt, die Unterbringung in Übergangswohnheimen stufenweise aufzugeben. Dabei sollten Flüchtlinge in der Regel nicht länger als drei Monate in der Erstunterbringung verbleiben. DIE LINKE stellte dazu einen Änderungsantrag, mit dem unter anderem aas erarbeitete Konzept auch der städtischen Sozialdeputation zur Beratung vorgelegt wird. Dieses Ansinnen fand eine Parlamentsmehrheit unter den Abgeordneten, lediglich die CDU stimmte dagegen. Grundsätzlich Lehnt DIE LINKE Unterbringung in sogenannte Übergangswohnheime grundsätzlich ab. „In Bremen gibt es noch vier dieser Wohnheime mit insgesamt rund 470 Plätzen. Pro Einrichtung leben mindestens 100 Menschen zusammen- teilweise mit bis zu vier Personen in einem Zimmer. Dass das zermürbt, ist nicht schwer nachzuvollziehen", meint Kristina Vogt in der Aussprache. Die Abgeordnete fand es irritierend, dass im Koalitionsantrag der Eindruck erweckt werden würde, „dass schon aktiv Flüchtlingsberatung von Seiten des Senats stattfindet. In Wirklichkeit gibt es eine einzige vom Senat finanzierte hauptamtliche Flüchtlingsberatung für das gesamte Stadtgebiet. Alle anderen Beratungsstellen arbeiten ehrenamtlich oder werden von freien oder konfessionellen Trägern unterhalten. Deswegen müssen nicht die Flüchtlingsinitiativen ...