Die Sozialexpertin der Linkspartei im Bundestag, Diana Golze, warf der BA dagegen vor, mit "einseitigen Statistiken" zu operieren. "Dass weniger Kinder Hartz IV bekommen, sagt für sich genommen wenig über das wirkliche Ausmaß der Kinderarmut in Deutschland aus", erklärte sie.
Für die Linken-Fraktion sagte Diana Golze, die Bundesagentur für Arbeit rechne Kinderarmut klein. Sie operiere „mit einseitigen Statistiken und ziehe daraus voreilige Schlüsse“. Erfolge im Kampf gegen Armut ließen sich nicht in absoluten Zahlen messen, sagte Golze und betonte, dass die Bundesregierung mit dem Kinderzuschlag und dem Bildungspaket als Instrumenten gegen Kinderarmut gescheitert sei.
Die Bundesagentur für Arbeit sollte weniger voreilige Schlüsse aus einseitigen Statistiken ziehen und mehr Energie darauf verwenden, gemeinsam mit anderen Akteuren wirkungsvolle Konzepten zur Bekämpfung der Kinderarmut zu entwickeln."