Antrag für die BVV Lichtenberg am 16.2.2012 von Die Linke Lichtenberg und den PIRATEN Lichtenberg
Betreff: Workshops zum Beteiligungsverfahren Bürgerhaushalt 2014 für alle Interessierten öffnen
Die BVV wolle beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht,
die Teilnahme und Mitwirkung an den geplanten Workshops zum Beteiligungsverfahren für den Bürgerhaushalt 2014 für jeden interessierten Menschen zu ermöglichen.
Begründung:
Das Beteiligungsverfahren für den Bürgerhaushalt 2014 soll im 1. Halbjahr 2013 in Workshops, organisiert vom Bezirksamt mit der Bundeszentrale für politische Bil-dung, evaluiert werden. Die Teilnahme aller Interessierten an der Weiterent-wicklung des Beteiligungsverfahrens und an der Teilnahme am Bürgerhaushalt selbst ist seit Beginn ein Herzstück des Lichtenberger Bürgerhaushaltes. In alter Tradition sollte diese Verfahrensweise weitergeführt werden. Zurzeit plant das Bezirksamt einen Workshop mit 30 ausgewählten Personen.
Die angestrebten Vertragsänderungen auf europäischer Ebene bedeuten einen bewussten Verzicht auf bislang rein nationale Souveränitätsrechte. Und deshalb müssen die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen dürfen - auch in Deutschland. Ich bin mir sicher: Am Ende werden wir die Menschen in Europa davon überzeugen, dass wir ein gemeinsames politisches Europa brauchen; nicht nur für gemeinsamen Wohlstand und Sicherheit, sondern auch, weil wir die EU bitter nötig haben als Vertretung von 500 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, auch gegenüber Staaten, die ein gänzlich anderes Wertefundament haben als wir in Europa.
Europa ist es sich als Wertegemeinschaft selbst schuldig, seine eigenen Institutionen demokratisch zu organisieren. Denn die stolzeste Tradition Europas ist die Demokratie. Sie steht für den Vorrang des Rechts des Einzelnen vor dem Recht des Stärkeren. Für Gemeinwohl vor wirtschaftlichem Einzelinteresse. Für kulturelle Vielfalt statt nationaler Einfalt. Das ist der Kern des europäischen Projekts. Um ihn zu erhalten, muss sich Europa wieder auf den Weg machen von einer europäischen Konföderation zu einer echten Föderation, in der die Demokratien der Nationalstaaten durch ihre Mitwirkung in Europa an Einfluss gewinnen, statt jeweils allein so stetig wie unaufhaltsam an Bedeutung zu verlieren. Das habe ich in einem Gastbeitrag unter der Überschrift "Was wir Europa wirklich schulden" geschrieben, der heute im Feuilleton der FAZ erschienen ist.
Katina Schubert fordert Mitwirkung bei einer Neuausrichtung ein. Nicht nur Aufgabe des Landesvordtandes. Bei uns wissen oft die einen nicht, was die anderen machen.
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