Wie zu erwarten, ist das Presseecho auf Wulffs Fernsehinterview vernichtend. Hier ein paar Beispiele: "Wulff-TV: Ich bin ein Anfänger! Lasst mich drin!" (stern.de), "Der Gipfel der Selbst-Demontage" (tagesschau.de), "Nichts als Kitsch" (taz.de), "Ein Präsident zum Fremdschämen" (fr.de), "Wulff, der Guttenberg für Arme" (ftd.de), "Habt Nachsicht, ich bin Anfänger" (süddeutsche.de), "Auch Wulff gehört zu Deutschland - nur zu welchem?" (welt.de)...
Ich kann mich nicht erinnern, wann ein SPD-Bundesparteitag zuletzt ein so durchgehend positives Presseecho bekommen hat. Das freut mich natürlich. Aber viel wichtiger sind die Rückmeldungen der Delegierten und der anderen Parteimitglieder. Und auch von denen habe ich bislang nur Positives gehört. Das lag neben den guten Beschlüssen und fairen Debatten vielleicht auch daran, dass wir bei diesem Parteitag ganz bewusst auf große Inszenierungen verzichtet haben: Wir sind nicht in ein steriles Veranstaltungszentrum gegangen, sondern in eine Halle, die ein bisschen Industrietradition verkörpert (übrigens: Weil die Halle so niedrig ist, gab es keine Fernsehkameras, die über die Köpfe der Delegierten und Gäste hinweg schwenken konnte. Leider sah man deshalb im Fernsehen nicht, wie proppenvoll der Saal die ganze Zeit war, während der großartigen Rede von Helmut Schmidt konnte man sich in der völlig überfüllten Halle kaum bewegen). Wir haben die Bühne klein gehalten – Parteiführung und Delegierte saßen wirklich ganz nah beieinander. Bei meinem Rundgang durch die Dröscher-Preis-Halle (für Nicht-Parteimitglieder: Da präsentieren sich besonders vorbildliche Initiativen aus der SPD) ist mir mal wieder aufgefallen, wie viele tolle Idee in unserer Partei geboren und umgesetzt werden – gerade von jungen Leuten. Und dass mit „Storch Heinar“ eine wirklich geniale Initiative gegen Rechts den ersten Preis gewonnen hat, freut mich natürlich ganz besonders.
Täglich verschärft sich die Finanzkrise und die Bundesregierung schafft es nicht einmal, einfachste Kommunikationsregeln einzuhalten. Ihr Presseecho schwankt
Gerade lese ich die FAZ. Denen ist es gerade mal eine Mini-Meldung wert, dass zwei Mandatsträger der Piratenpartei in der NPD waren und der Bundesvorsitzende das als "Jugendsünde" verharmlost. Man stelle sich das Presseecho vor, wenn das bei der FDP passiert wäre...
Soeben wurde der Bezirksparteitag der CDU Südbaden zur Bildungspolitik durch den Bezirksvorsitzenden Andreas Jung eröffnet. Es herrscht Aufbruchstimmung: der Parteitag ist gut besucht und er stößt auf ein großes Presseecho. Jung weist auf unser Schulsystem hin, das vom christlichen Menschenbild abgeleitet ist. Er möchte in Zukunft "mehr Basis in die Politik" einbringen bzw. allgemein einen neuen Stil in die Politik einbringen.