Heute ist der «Red-Hand-Day», ein weltweiter Aktionstag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Mit meinem roten Handabdruck habe ich ein Zeichen gegen diese eklatante Menschrechtsverletzung gesetzt. Kinder sollen spielen können und nicht als Soldaten in Konflikte geschickt werden.
Teilnahme an globaler Aktion „Rote Hand“: Kein Einsatz von Kindern als Soldaten
Am heutigen "Red-Hand-Day" wird weltweit an das Schicksal der Kindersoldaten erinnert. Um gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu protestieren werden symbolisch rote Handabdrücke gesammelt. Die Aktion fand in der Halle des Paul-Löbe-Hauses statt.
Wenig Verständnis habe ich für Kollegen, die mich – statt selbst teilzunehmen – gefragt haben, ob die Farbe an der Hand abwaschbar sei. Nein, die bleibt da jetzt für immer!?
Ich meine, Kindersoldaten sind ein Verbrechen an der Menschlichkeit.
Heute beginnt offiziell der schrittweise Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Truppen-Obergrenze sinkt um 450 Soldaten. Bis 2014 soll der Einsatz beendet sein. Es war Außenminister Westerwelle, der die Abzugsperspektive aus Afghanistan seit Amtsantritt zu seinem Thema gemacht hat. Jetzt wird geliefert.
Gestern wurde im Bundestag die Verlängerung des Bundeswehrmandats in Afghanistan beschlossen. Ich habe den Antrag der Bundesregierung zur Verlängerung des ISAF-Mandats abgelehnt. Ich bin dagegen, dass die Bundeswehr sich ein weiteres Jahr an diesem grausamen Krieg in Afghanistan beteiligt.
Das neue Mandat gilt formal nur für ein Jahr, enthält aber faktisch eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes um mindestens drei Jahre. Bis Ende 2014 soll der Krieg so weiter geführt werden wie bisher, nur mit weniger Soldaten. Es werden Tausende weitere Menschen getötet und noch viele mehr verwundet durch Anschläge und Angriffe der Aufständischen und durch offensive Operationen der Interventions-Streitkräfte.
Weiter Krieg zu führen ist der falsche Weg. Es gibt Alternativen. Auf meiner Afghanistanreise vor vier Monaten, habe ich erfahren, Verhandlungen und Waffenstillstand mit den Aufständischen - auch den Taliban - sind möglich. Es gab schon Angebote für Waffenstillstand in einzelnen Regionen, auch für den Verantwortungsbereich der Bundeswehr im Norden. Anstatt weiter auf Krieg zu setzen, muss jede Chance für Verhandlungen genutzt werden. Solche Chancen werden aber durch das Weiter-So und die Verlängerung des Kriegsmandats für die Bundeswehr nicht genutzt, sondern zunichte gemacht.