Renate Künast und Jürgen Trittin zum Rettungspaket für Griechenland
Renate Künast und Jürgen Trittin kommentieren am 10. Februar 2012 den aktuellen Stand zum Griechenland-Paket. Renate Künast: Wir hatten eine intensive Diskussion und Information über den aktuellen Stand zum Griechenland-Paket. Wir haben eine positive Grundhaltung. Aus zwei Gründen: zum einen sagen wir, Griechenland muss geholfen werden aus dieser finanziellen, aber auch strukturellen Krise herauszukommen. Zweitens, wir sehen in diesem jetzigen Paket - besser als in früheren Zeiten - mehr langfristige Perspektiven. Es geht nicht nur darum, eine nächste Tranche zu bezahlen, es geht auch darum, auf 120 Prozent Verschuldung runter zu kommen bis 2020 und deshalb verändern sich die Maßnahmen auch. Wir wissen aber auch -- darüber wird noch zu diskutieren sein -- dass Griechenland über diese Finanzierung hinaus Aufbauhilfe braucht. Für das Wirtschaftliche, aber auch für Verwaltungsstrukturen. Das wird der nächste Punkt sein, mit dem wir uns beschäftigen müssen. Es geht nicht darum, seine Verpflichtungen zu bezahlen, um das Gesamtpaket umgesetzt zu bekommen, sondern wirklich auch den strukturellen Aufbau in Griechenland für eine gute gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. Wir mussten uns heute noch nicht entscheiden, weil das Paket noch nicht fertig ist, die Troika ist noch nicht fertig, weil es noch Aufforderungen an Griechenland gibt, das mit einem Parlamentsverfahren am Sonntag begonnen werden soll. Insofern haben wir auch noch einen Zeitrahmen bis ...