Rupp_GeneralsdebatteHaushalt_20120509
„Dieser Haushalt ist ein sozialpolitischer Kahlschlag", so die Erkenntnis des haushalts- und sozialpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Klaus-Rainer Rupp, in der Aussprache um den Landeshaushalt. Der Abgeordnete meinte in seiner Eingangsrede, dass der „Sanierungspfad" gescheitert sei. „Nicht gescheitert in dem Sinne, dass die Kürzungsvorgaben des Stabilitätsrates nicht eingehalten werden könnten. Aber gescheitert an dem Versprechen wichtiger Politiker der rot-grünen Koalition vor der Wahl, dass Bremens Finanzen saniert werden könnten, ohne das die Bürgerinnen und Bürgern die Kürzungen spüren." Die wichtigsten Fragen, die man sich bei der Beurteilung eines Haushalts stellen müsse, wären nach Rupp die Folgenden: „Haben wir genug Geld für Bildung, für die Beschäftigten, für Kindergärten, Uni, Soziales, Gesundheit, für Straßen, Schulgebäude und Häfen? Die meisten dieser Fragen können wir heute nicht mit einem JA beantworten", so der Parlamentarier. Für ihn hätte Bremen daher tatsächlich ein Ausgabeproblem: „Es wird nicht genug ausgegeben." Für den Abgeordneten wäre der Sanierungspfad auch deshalb gescheitert, „weil das ‚Sparen' im Haushalt zur Folge hat, dass die Bekämpfung der sozialen Spaltung in keiner Weise ernsthaft betrieben werden kann." Rupp führte dafür eine Reihe von Beispielen an. Dem „lobenswert transparenten Finanzplan des Senats" sei genau zu entnehmen, wie die Ausgaben in den nächsten Jahren weiter zusammengestrichen werden müssten. „Man kann auch genau ...
Finanzmarktwaechter 20-10-2011 Maisch MdB.mp4
Die Finanzmarktkrise trifft vor allem die Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihr Geld dem Markt anvertraut haben und sich nun zu Recht Sorgen um ihr Ver- mögen machen. Viele von ihnen wurden mangelhaft beraten oder haben un- gewollt riskante, nicht zu ihrer individuellen Lebenssituation passende Geld- anlagen erworben, die zu hohen Verlusten führten. Aber einen finanziellen Ausgleich für den aus der Falschberatung durch die Banken und Sparkassen ent- standenen Schaden erhalten sie nicht. Die Finanzmarktkrise macht das Un- gleichgewicht zwischen der Anbieterseite und den Kundinnen und Kunden nur allzu deutlich. Die Konsequenzen der Finanzmarktkrise bekommen besonders die Verbraucherverbände zu spüren, an die sich die zahlreichen betroffen Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihren Finanzfragen wenden. Der Deutsche Bundestag bedankt sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei den Verbraucherzentralen für ihre engagierte und kompetente Beratung im Rahmen der von der Bundesre- gierung für zwei Monate finanzierten Telefonhotline. Er bekräftigt seine Bereit- schaft die institutionelle und projektbezogene Verbraucherarbeit mit ausreichender personeller und finanzieller Ausstattung zu unterstützen. Ziel des Einsatzes von Finanzmarktwächtern soll ein besserer und gerechterer Interessenausgleich auf den Finanzmärkten sein. Die Verbraucherinnen und Ver- braucher benötigen in größerem Umfang professionelle Unterstützung, um ihre Interessen gegenüber den Anbietern von ...